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YES WE WON  Holzbaupreis 2015

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proHolz Austria prämiert 2015, zum zweiten Mal nach 2005, in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Architekturzentrum Wien, herausragende Holzbauten in der Bundeshauptstadt. Ziel von wienwood ist es, Architektur zu fördern und hervorzuheben, bei der Holz als moderner Baustoff eine zentrale Rolle spielt. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für die zeitgemäße Verwendung des traditionsreichen Baustoffes und dessen Nachhaltigkeit, auch im Hinblick auf das Ressourcenthema, gestärkt werden.

Neben der ökologischen Bedeutung zählen das technologische Potential und die ästhetischen Möglichkeiten zu den Vorteilen des Baustoffes Holz. Im städtischen Bereich kommen Vorzüge wie hoher Vorfertigungsgrad, geringes Gewicht und schnelle Bauzeiten besonders zum Tragen. Für den wienwood 15 wurden aus 76 eingereichten Projekten fünf Auszeichnungen und sechs PreisträgerInnen ermittelt.

YES WE WON  Award best architects 13

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Der Award best architects wurde ins Leben gerufen, um das Beste und Interessanteste, was die Architekturszene aus dem deutschsprachigen Raum zu bieten hat, herauszufiltern und einer breiten, interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu diesem Anlass werden jährlich alle Architekten bzw. Architekturbüros, welche Projekte auf höchstem Qualitätsniveau realisiert haben, aufgefordert ihre Projekte zum Wettbewerb einzureichen.

Die Auszeichnung best architects gilt als Gütesiegel für herausragende architektonische Leistung und positioniert pichler architekt[en] an der Spitze der internationalen Architekturszene. Der Award best architects zählt zu einem der renommiertesten Architekturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Zum Award erscheint eine repräsentative Publikation in der alle prämierten Arbeiten ausführlich dokumentiert werden. Die aufwendig produzierten Bücher sind im Fachbuchhandel erhältlich.

YES WE WON das beste Haus 2011

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Der Architekturpreis „das beste Haus“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Unterricht und Kunst, dem Architekturzentrum Wien und der regionalen Architekturinstitutionen Österreichs zum vierten Mal vergeben. Ziel des Preises ist, das beste Haus jedes österreichischen Bundeslandes zu ermitteln und zu küren. Gesucht sind Häuser, welche auf einem innovativen architektonischen und baulichen Konzept basieren. Sie sollen über ein hohes Maß an Wohnqualität verfügen und zudem energetisch, funktional und kostenmäßig optimiert sein.

Der Architekturpreis „das beste Haus“ belegt einen relevanten und unverzichtbaren Platz in der Diskussion und Entwicklung der zeitgenössischen Architektur und trägt zu einer nachhaltigen Verbesserung der österreichischen Baukultur bei. Der gewonnene Architekturpreis würdigt die ökologische Herangehensweise von pichler architekt[en], deren innovativen und umweltfreundlichen Materialeinsatz sowie ihre außergewöhnliche, räumliche Gestaltungskompetenz. Zum Preis erscheinen zahlreiche Publikationen in Print und Onlinemedien.

ARCHITEKTUR SCHAFFEN

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Architektur entsteht im Kopf, formt sich unmittelbar, nimmt zu und ab wie eine Schwingung, generiert sich aus alten und neuen Bildern in unseren Gedanken. In unserer Biographie liegen die Bilder unserer ersten Architekturerfahrungen. Sie sind die Spitzen der Kirchtürme, die hohen Berge ringsum, die schützenden Mauern unserer Zimmer. Als Kinder haben wir Architektur erlebt, unbewusst, und sie später verglichen mit den Bildern und Erfahrungen, die neu dazukamen. Es sind Bilder unserer Ausbildung und Arbeit als Architekten. Das berufliche Wissen welches wir uns im Laufe der Zeit erwerben konnten. Aber auch Bilder und Erfahrungen von Menschen, die uns begegnet sind, Räume und Landschaften, die wir auf Reisen erforscht haben.

All diese Bilder tragen wir in Gedanken mit uns, wir können sie befragen. Aber daraus entsteht noch keine neue Architektur, kein neuer Raum. Es ist der Hunger nach neuen Bildern, der uns vorantreibt. Ein Hunger, der so elementar ist wie der nach Nahrung, aber sich im Unterschied zu diesem niemals stillen lässt. Architektur schaffen ist das Denken in sinnlichen, farbigen und räumlichen Bildern.

DIE ERSTE IDEE

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Skizzen sind die erste Darstellung der Idee des Architekten. Von allen Darstellungen lieben wir sie am meisten. In diesen ersten, flüchtigen Illustrationen spiegelt sich schon die schöpferische Kraft, die während der Arbeit am Projekt entstehen wird. In den ersten Skizzen lässt sich das bildnerische Potential und die schöpferische Kraft am besten erkennen, hier kristallisiert sich ein Konzept, welches meistens so klar ist, das es alles überlebt.

Die hingeworfene Skizze, die Zeichnung des Architekten ist nach wie vor die unmittelbarste und spontanste Stellungnahme zum Bauwerk. Je größer ihre Unschärfe und gedankliche Freiheit, desto eher steigert sie Assoziationen beim Betrachter. In gewissem Sinne nimmt er dadurch am Entwurfsprozess teil. Skizze und Bauwerk sind die zwei Seiten derselben Münze, man kann sie voneinander nicht trennen. In den ersten, unscharfen Illustrationen ist eine mögliche Realisierung implementiert, der Weg von der ersten Idee bis zur Realisierung ist aber der komplexeste im Schöpfungsprozess.

WERKZEUG MODELL

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Von Anfang an hilft uns bei jeder neuen Aufgabe eine große Serie von Arbeitsmodellen in unterschiedlichen Maßstäben dreidimensional zu denken. Das Werkzeug Modell informiert uns in jeder Arbeitsphase über räumliche und organisatorische Fragen und gibt uns Hinweise auf konstruktive Lösungen.

Das Modell als Idee spielt in unserem Schöpfungsprozess eine wichtige Rolle. Architekturmodelle in unterschiedlichen Materialien sind die Reduktion der Realität auf einen kleineren Maßstab. Sie wirken unschuldiger als das reale Objekt und beflügeln unsere Phantasie, weil wir sie begreifen können, um sie herumgehen können und sie verändern können. Das Büro wird beherrscht von ganzen Reihen dieser Modelle in braunen Kartonschachteln, in denen sie aufbewahrt werden. Mit Hilfe dieser Serien von Modellen, die wie eine Art dreidimensionaler Film funktionieren, können wir die Kette der Entscheidungen erläutern, die zum endgültigen Projekt führte.

DIE ABSTRAKTION DER REALITÄT

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Unsere Modelle sind keine Verkleinerung der Realität sondern deren Abstraktion. Modelle sind eine dreidimensionale Annäherung und unser Werkzeug, um ein tieferes und umfassenderes Verständnis der Realität zu erlangen. Jeder Versuch einer realistischen Darstellung ist vorweg zum Scheitern verurteilt. Die Materialität kann nicht vergrößert, reduziert oder imitiert werden. Daher haben unsere Modelle ihre eigene physische Präsenz, welche wir direkt erfahren können. Mit all unseren Sinnen nehmen wir direkt das Modell und nicht das zukünftige Bauwerk wahr.

Durch das Werkzeug Modell können wir komplexe räumliche Zusammenhänge beschreiben und den Bezug zur Umgebung prüfen als auch die feinen Nuancen des Lichteinfalls studieren. Das Modell kann von jeder Seite betrachtet werden, so können wir die Baumasse eines Gebäudes formen und die Proportionen der Innenräume erfassen. Wir können das Wegekonzept und die Organisation der Räume begreifen, alle Teile in ihrer Beziehung zueinander und in ihrer Gesamtheit erfahren.

Unsere Modelle sind systematische Abstraktionen der physischen Realität, sie konzentrieren sich auf das Wesentliche und helfen uns zu verstehen.

DIE VISUELLE WAHRNEHMUNG

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Unsere Schaubilder sind die objektive Darstellung eines dreidimensionalen Objektes auf einem zweidimensionalen Blatt, sie erzeugen gemeinsam mit den Modellen die räumliche Präsenz unserer Architekturen. Sie sind Werkzeug für die visuelle Wahrnehmung der Realität, theoretisch stimmen sie mit ihr überein. Abhängig vom Grad der Darstellung zeigen sie dem Betrachter Ausschnitte der erdachten Realität eines Raumes oder Bauwerkes. Ein Schaubild ist nicht wie das Modell ein Objekt, es hat keine physische Präsenz, die Darstellung wird direkt von unseren Sinnen erfahren.

Unsere Schaubilder sind groß, färbig und beinhalten den menschlichen Maßstab. Der Standpunkt und Horizont sind so realistisch wie möglich. Die Schaubilder helfen uns einen Raum oder ein Bauwerk emotional zu erleben. In diesen Darstellungen können wir spezifische räumliche Situationen erfahren, Lichtverhältnisse, Materialien und Farben sind zu erkennen. Die Schaubilder können vom Betrachter mit den Bildern und Situationen aus seiner Erinnerung verglichen und bewerten werden. Diese Verknüpfung weckt Gefühle als auch Emotionen und schafft die Atmosphäre, die direkt mit der Darstellung verbunden ist.

DARK SIDE OF THE MOON

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Aus hundert Kilometern Höhe zur Mondoberfläche sieht man die schmale Sichel der aufgehenden Erde. Der Autor der Abbildung ist Alfred Merrill Worden, Kommandant der Apollo 15 Mission. Er steuert die Raumfähre in der Mondumlaufbahn, drei Tage, allein. Bei jedem neuen Umlauf kommt das Raumschiff alle zwei Stunden vom gleißenden Sonnenlicht in absolute Dunkelheit an die Rückseite des Mondes, fünfundvierzig Minuten totale Einsamkeit, kein Funkkontakt. Er ist vierhunderttausend Kilometer oder sechsundsechzig Stunden von der Erde entfernt, aber sein Aufbruch in eine neue Welt beschreibt eine kreisförmige Bahn, nämlich zurück zur Erde.

Die Apollo Flüge haben die letzten Reste unserer Expansiongedanken zerstört. Sie zeigen uns, dass die Erde den Menschen nicht ewig Ressourcen zur Verfügung stellen kann, dass Fortschritt nicht Befreiung von Verantwortung bedeutet und dass wir nirgends woanders eine neue Heimat finden werden. Für pichler architekt[en] heißt Architektur schaffen dem Stand der Technik vorauszueilen um Forschung und Innovationen voranzutreiben. Aber auch nachhaltig zu denken und zu handeln um zwingend die Verantwortung für die schmale Sichel am linken, oberen Rand des Bildes zu übernehmen.

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