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3M Entwurf zweier Kleingartenhäuser, Wien 2011

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Die räumlichen Grenzen für ein Wohnen im Kleingarten sind vom Gesetz sehr eng und eindeutig definiert: Ein Keller unter Haus und Terrasse darf gegraben werden, die bebaubare Fläche ist maximal 35 m2 bei einer Kubatur von 160 m3. Um ein modernes Wohnen auf beschränktem Raum für eine Familie zu erreichen, werden zwei Häuser auf getrennten Parzellen errichtet. Die wohldurchdachte Maßarbeit beginnt im Garten. Man betritt das Haus im Keller, der Zugang wurde abgegraben und mit einer Mauer gefasst. Lichtgräben und große Öffnungen schaffen ein helles und freundliches Untergeschoss. An der Längsseite sind die von oben belichteten Stiegen angeordnet. Ihre Holzstufen sind einfach zwischen die Mauern eingeschoben und lassen viel Licht durch, von hier betritt man die Räume darüber.

Eine Terrasse trennt baurechtlich beide Volumen, das vordere Haus birgt das Wohnen, im hinteren Haus wird geschlafen. Raumhohe Verglasungen sichern den maximalen, südseitigen Wärmeeintrag, ihre strategische Platzierung erzeugt die notwendigen Blickachsen und schafft die Verbindung mit dem Garten. Ein hoher, nach Norden orientierter Luftraum durchschneidet beide Volumina und erzeugt die notwendige, räumliche Großzügigkeit. Der oberste, komplett in Holz ausgekleidete Raum dient als Arbeitszimmer mit einem sensationellem Blick über Wien. Während andere Kleingartenhäusler versuchen, mit möglichst kleinen Bauelementen der Enge der Erschließungswege ein Schnippchen zu schlagen, werden hier mit dem Kran riesige, vorgefertigte Holzelemente in den Garten verfrachtet.

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