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IN THE WOODS Entwurf eines Minimalhauses, Wien 2017

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ist ein zwei Meter schmaler und zwölf Meter langer Monolith unter Bäumen. Ein architektonischer Archetyp, plastisch überzeichnet als Anspielung auf Robert Venturi `decorated shed´. Seine äussere Form ist schlicht, zahlreiche Lufträume im Inneren führen zur skulpturalen Ausformulierung des Raumvolumens und zu einer plastischen Qualität. Dach und Fassade sind einheitlich durch eine homogene Farb- und Materialabstimmung gekennzeichnet. Präzise nach Ausblicken gesetzte, übergrosse Fenster konterkarieren das minimale Raumvolumen.

Was Aussen einfach erscheint wird Innen komplex. Das offene Raumkontinuum wird bis zum Giebel über Kaskadentreppen verbunden, die horizontalen Raumsequenzen fließen über Lufträume ineinander. Die materielle Umsetzung thematisiert die starke Wirkung der umgebenden Natur. Die groben Platten und Scheiben aus Massivholz bleiben roh und unbehandelt. Sie erzeugen im Innenraum eine starke, monolitische Materialpräsenz. Die raumhohen Verglasungen ermöglichen tageslichtdurchflutete Räume. Im Giebelraum blickt man durch beidseitige Öffnungen in die Baumkronen.

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ÖRI Entwurf eines Doppelhauses, Neufeld 2016

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Der Neufeldersee, das perfekte Freizeitidyll für gestresste Städter liegt etwa 30 Minuten südlich von Wien entfernt. Hier baute man bis 1930 im Tagbau Braunkohle ab, danach wurde die tiefe Grube mit Wasser geflutet, ideal zum Tauchen, Surfen und Schwimmen. In Anlehnung an das abgebaute Material kommt auf einer leeren Parzelle in Ufernähe ein schwarzer, monolithischer Quader auf Streifenfundamenten zu liegen. Seine strenge, quadratische Geometrie öffnet sich zu allen Seiten durch präzise, raumhohe Einschnitte. Hier kommt das Konstruktionsmaterial des Massivholzhauses zum Vorschein, die Einfachheit der Konstruktion wird sichtbar.

Zwei getrennte Wohneinheiten mit einem mittigen Sanitärkern birgt das schwarze Gehäuse. Man betritt das Doppelhaus beidseitig über die vorgelagerten Terrassen. Sternförmig und leicht konisch sind die Innenräume um den Kern situiert. Weiss lasiertes Brettsperrholz und ebensolche Einbaumöbel bieten den Kontrast zum schwarzen Baukörper. Durch die grosszügigen Öffnungen schweift der inszenierte Blick ins Grüne sowie westseitig zum nahen See, hinter dessen Ufer sich der Semmering erhebt.

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NO Entwurf eines Einfamilienhauses, Wien 2015

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Ein schmaler und zugleich langgezogener Monolith liegt in einer schmalen Gasse eingebettet zwischen satteldachgedeckten, meist verputzten kleinfenstrigen Bürgerburgen der Nachkriegszeit. Seine Dachform macht die in die Höhe strebenden Raumabfolgen ablesbar, über ein grosses, quadratisches Fenster gewährt er einen kurzen Einblick in die räumliche Organisation. Durch das Anbauen der Garage im Eingangsgeschoss wird die gekuppelte Bauweise der Bebauungsbestimmungen erfüllt. Durch das bewusste Abrücken des restlichen Baukörpervolumens vom Nachbarn entsteht ein zweiseitig offenes, windgeschütztes Atrium mit südwestlicher Besonnung. Erhöht über dem Strassenniveau liegt hier angeschlossen, uneinsehbar und allen neugierigen Blicken entzogen auf mehreren Niveaus die Wohnebene des Hauses.

Erschlossen wird der Baukörper über die Garagenebene mit Garderobe und Nebenräumen. Ein halbes Geschoss höher im Hang erreicht man gartenseitig das zweigeschossige Wohnzimmer. Hier wendet der Treppenlauf, begleitet von einer grosszügigen Verglasung erreicht man Küche und Esszimmer, dem Atrium zugeordnet. Die Blicke schweifen durch das räumlich komplexe, langgezogene Gehäuse und enden in der dritten Dimension. Simple Richtungsänderungen machen die Erschliessung über zwei weitere Ebenen bis unter das Dach zu einer räumlichen Exkursion, dienende Möbeleinbauten ordnen die Grundrisse, Licht, Schatten und das unbestimmte Dazwischen modellieren das Gehäuse.

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5W Entwurf eines Kleingartenhauses, Wien 2013

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Ein schwarzer Kubus am Beginn des Hackenberges in Sievering. Die sägeraue Tannenfassade soll auf Wunsch der Bauherrschaft mit einer speziellen Oberflächenlasur imprägniert werden. Das noble Schwarz harmoniert ausgezeichnet mit den hohen, grünen Bäumen an der Strasse. Auf der beengten Grundfläche von 50m² soll Wohnraum für eine fünfköpfige Familie errichtet werden. Die engen Vorgaben der Bebauungsbestimmungen im Kleingarten und der Wunsch nach einer möglichst flexiblen Struktur führen zu einem klaren Kubus, welcher in seiner Einfachheit alle Wünsche vereint. An der nördlichen Aussenwand bildet die vertikale Erschliessung den Fixpunkt des Hauses, angegliedert daran sind alle anderen Funktionen.

Die Stiege als zentrales Element verbindet das Obergeschoss mit dem voll ausgebauten Untergeschoss. Über eine Tageslichtöffnung am Dach strömt zenitales Licht über alle drei Geschosse. Geländeeinschnitte in Form von Lichthöfen werten das Untergeschoss zu einem vollen Wohngeschoss auf. Auch auf Sauna und Wellness muss nicht verzichtet werden. Unterschiedliche Öffnungen zerschneiden den schwarzen Monolith an strategischen Punkten. Sie rahmen die Landschaft und erlauben den gezielten Lichteinfall. Die räumlichen Funktionen verbinden sich mit dem Garten, geplante Beziehungen existieren zwischen den Volumen, Einschnitten und der Terrasse. Dem Wunsch der Eltern, dass die Kinder Bäume und Himmel sehen, wird im Obergeschoss Rechnung getragen. Durch das große Panoramafenster blickt man auf die grüne Wand am Grundstücksrand und auf die Lichter von Wien.

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VIER HÄUSER geladener Architekturwettbewerb 2.Preis, Weisskirchen 2013

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sind die städtebauliche Antwort auf die kleinräumliche Struktur von Weisskirchen. Kernthema des Bebauungsvorschlages ist der städtebaulichen Maßstab im Verhältnis zur umgebenden Bebauung. Vier Häuser mit asymetrischen Giebeln und hoher Durchlässigkeit in alle Himmelsrichtungen sind locker am Bauplatz verstreut während alle Nebenfunktionen und die Geschäftsflächen strassenseitig im Baukörpersockel und im Hang untergebracht sind. Der städtebauliche Entwurf beweist die Kernidee, nämlich dass in einer heterogenen Ortsstruktur im ländlichen Raum ohne problematische Maßstabssprünge verdichtet gebaut werden kann, wobei die Qualitäten einer Einfamilienhausbebauung mit den Vorteilen des Geschosswohnbaues in einer Synthese zusammengeführt werden.

Strassenseitig befinden sich alle barrierefreien Eingänge zur Bebauung am Hang als auch die geforderten Geschäftsflächen und das Cafe mit einer pavillonartigen Erweiterung eine Etage höher. Im Gelände verborgen liegen die Bewohnergarage sowie die Erschliessungskerne zu den hinteren Häusern. Eine Etage höher am Hang bilden die zwei äusseren Häuser mit dem Cafepavillon einen halböffentlichen Freiraum für die strassenseitigen Büro- und Ordinationsnutzung. Das ellipsoide Dach des Pavillons kragt über den Vorplatz und signalisiert die halböffentliche Nutzung. Weitere zwei Häuser mit jeweils drei Wohnetagen folgen der strassenseitigen Spange. Der Wohnungsmix ist zeitgemäß offen und flexibel gestaltet, die grösseren Wohnungen sind dreiseitig orientiert. Die asymetrisch versetzten Satteldächer interpretieren die bestehende Bebauung mit einer zeitgemäßen Architektursprache. [in Zusammenarbeit mit stögmüller architekten]

ROCKER Entwurf eines Passivhauses, Wien 2013

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Die Vorgaben der Bebauungsbestimmungen am Grundstück und der Wunsch nach einer möglichst barrierefreien Struktur führen zu einer elementaren Geste, welche in ihrer Einfachheit alle Wünsche vereint. Die kraftvolle Neutralität des Baukörpers – lang, schmal und vom Boden abgehoben – ist eine starke, elementare Antwort auf die Heterogenität der Nachbarbebauungen. Die neue, bewohnbare Hülle mit konstanter Höhe teilt den Garten in komplexe Raumbereiche und schafft zusätzlich einen stimmungsvollen Außenraum. Die Baukörpereinschnitte verbinden Außen- und Innenraum, Öffnungen zerschneiden die langen Fassaden an strategischen Punkten. Sie rahmen die Landschaft und erlauben den gezielten Lichteinfall. Die räumlichen Funktionen verbinden sich mit dem Garten, geplante Beziehungen existieren zwischen den Volumen, Einschnitten und Terrassen.

Das Wohngehäuse ist klar und doch räumlich komplex organisiert. Raumhohe, begehbare Möbelstücke bergen alle Güter und trennen die einzelnen Funktionsbereiche. Im Herz des Hauses durchschneidet ein nach Nordost orientierter Luftraum den langen Baukörper und erzeugt die räumliche Großzügigkeit in die dritte Dimension. Diese Schnittstelle teilt das Haus in fünf Richtungen. Entlang der zweigeschossigen Bibliothekswand mit einer Sitznische und zenitalem Lichteinfall befinden sich die privaten Zonen des Hauses, auf der anderen Seite die Öffentlichen. Die Einschnitte an beiden Seiten schaffen großzügige Außenräume. Im angeschlossenen Kaminzimmer geht es über eine „Barragan Treppe“ in die Höhe. Als Zelle für sich befindet sich am Dach der Struktur ein kleiner Arbeitsraum mit Ausblick in die Nachbarschaft.

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URBAN QUARTER geladener Architekturwettbewerb 3.Preis, Linz 2013

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Jeder Mensch sehnt sich nach ruhigem Wohnraum und möchte gleichzeitig die Option haben, unmittelbar an den Vorzügen städtischen Lebens teilhaben zu können. Der vorgeschlagene Entwurf erfüllt genau diese Vorstellungen. In zentraler Lage von Linz entsteht ein modernes Stadtquartier. Es besteht aus einem klaren, viergeschossigen Sockel mit Atrium und Dachgärten und einem Solitär, welcher über einer Baukörperzäsur schwebt. Die Wohnungen sind optimal nach Ost, Süd und West orientiert. Die vorgelagerte, vertikale Grünfassade wirkt als Filter und Klimahülle. Die Bepflanzung der Grünräume wird auf Grund von farblichen Zusammenhängen entwickelt. Durch die sorgsame Auswahl der Pflanzen entsteht ein gewolltes, sich über den Jahreszyklus änderndes Farbbild.

Für den Baukörperentwurf wurde eine einheitliche Wohnungstypologie entwickelt. Den Geschossebenen ist ein genormtes horizontales und vertikales Raster hinterlegt. Das Raster ist für alle vorgegebenen Wohnungsgrößen gleichermaßen geeignet. Eine 3 Zimmerwohnung benötigt eineinhalb Raster einer 2 Zimmerwohnung. Somit bleibt in der Planungsphase lange Zeit für den Wohnungsmix. Auch ist jederzeit über den Raster eine Zusammenlegung für Generationenwohnen oder Büronutzung möglich. Die Küchen und Sanitärschächte sind so situiert, dass eine Spiegelung der Wohnungen möglich ist. Dadurch ergibt sich das heterogene Fassadenbild mit den zweigeschossig versetzten Balkonen. Die Wohnungen bestehen aus variabel nutzbaren Zimmern, somit entsprechen sie unterschiedlichen Bedürfnissen in wechselnden Lebenssituationen. [in Zusammenarbeit mit stögmüller architekten]

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SAKURA geladener Architekturwettbewerb Ankauf, Linz 2012

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steht in Japan für Schönheit, Aufbruch und Neubeginn. Der Kirschgarten im Erdgeschoss der vorgeschlagenen Wohnbebauung ist das Symbol der Lebensfreude und Wohnzufriedenheit der zukünftigen BewohnerInnen. Der Gedanke an eine identifikationsstiftende Grünraumgestaltung in horizontaler als auch vertikaler Richtung ist das Entwurfsziel. Der straßenseitige Baukörper ist siebengeschossig konzipiert und bietet den erforderlichen Lärmschutz . Durch die abgesetzten Laubengänge ist eine gute Querdurchlüftung der Wohnungen möglich. Der Hofbaukörper ist mit vier Geschossen bewusst niedrig gehalten.

Vor den raumhohen Fenstern befindet sich ein umlaufender Grünstreifen, mit Humus bedeckt, von welchem die Balkone vor die Fassade kragen. Umfangreiches, vertikales Grün (Trompetenwinde, Geißblatt, Knöterich, Winterjasmin…) kann sich über die Fassadenfronten entwickeln. Die Balkone sind zweigeschossig versetzt, somit können sie natürlich bewässert werden. Ein längsorientierter Kirschgarten lädt zum Verweilen ein, der Stampflehmboden speichert die Feuchtigkeit für die Blühbäume und schafft ein ausgeglichenes Mikroklima. Am Dach des Hofgebäudes und des siebengeschossigen Straßengebäudes befinden sich Mietergärten. Höhere und extensive Bepflanzung schafft eine hohe Aufenthaltsqualität. Flugdächer beschatten die Aufenthaltszonen. [in Zusammenarbeit mit stögmüller architekten]

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DAS GRÜNE BAND geladener Architekturwettbewerb, Linz 2011

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umwickelt die Baukörper, gliedert und ist Träger für Loggien, Balkone und die hängenden Gärten. Es ist dem Baukörper vorgeblendet und kann im Fassadenzwischenraum Pflanztröge für eine intensive Baukörperbegrünung aufnehmen. Es formt an der straßenseitigen Baukörperecke einen sechsgeschossigen Luftraum als Entree mit einem gebäudehohen, hängenden Garten. Jeder Wohneinheit sind ausreichend Freiflächen zugeordnet. Vor den Küchen können individuelle Kräuter- Gemüse- und Blumengärten in Pflanztrögen entstehen. Den obersten Abschluss bilden grasbewachsene, bepflanzte Dächer, auf welchen der Hausgemeinschaft allgemein oder eventuell privat nutzbare Grünflächen zur Verfügung stehen könnten. Die vorgeschlagene Typologie verzichtet auf eine Laubengangerschließung. Die vier Stiegenhäuser dienen neben ihrer Funktion als Gemeinschafts- und Kommunikationsraum auch als Klimapuffer. Die Art der Erschließung sowie die großzügigen Eingangsflächen fördern die sozialen Kontakte innerhalb der Hausgemeinschaft und tragen zur Identitätsstiftung bei. Der Übergang vom öffentlichen Raum zur privaten Wohnung wird durch die Erschließungsräume erlebbar, großzügige Öffnungen nach außen und die transparenten Erdgeschosszonen schaffen einen hellen und abwechslungsreichen Erschließungsraum. [in Zusammenarbeit mit stögmüller architekten]

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DIE IDENTITÄT DER MITTE geladener Architekturwettbewerb, Linz 2011

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umwickelt die Baukörper, gliedert und ist Träger für Loggien, Balkone und die hängenden Gärten. Es ist dem Baukörper vorgeblendet und kann im Fassadenzwischenraum Pflanztröge für eine intensive Baukörperbegrünung aufnehmen. Es formt an der straßenseitigen Baukörperecke einen sechsgeschossigen Luftraum als Entree mit einem gebäudehohen, hängenden Garten. Jeder Wohneinheit sind ausreichend Freiflächen zugeordnet. Vor den Küchen können individuelle Kräuter- Gemüse- und Blumengärten in Pflanztrögen entstehen. Den obersten Abschluss bilden grasbewachsene, bepflanzte Dächer, auf welchen der Hausgemeinschaft allgemein oder eventuell privat nutzbare Grünflächen zur Verfügung stehen könnten.

Die vorgeschlagene Typologie verzichtet auf eine Laubengangerschließung. Die vier Stiegenhäuser dienen neben ihrer Funktion als Gemeinschafts- und Kommunikationsraum auch als Klimapuffer. Die Art der Erschließung sowie die großzügigen Eingangsflächen fördern die sozialen Kontakte innerhalb der Hausgemeinschaft und tragen zur Identitätsstiftung bei. Der Übergang vom öffentlichen Raum zur privaten Wohnung wird durch die Erschließungsräume erlebbar, großzügige Öffnungen nach außen und die transparenten Erdgeschosszonen schaffen einen hellen und abwechslungsreichen Erschließungsraum. [in Zusammenarbeit mit stögmüller architekten]

3M Entwurf zweier Kleingartenhäuser, Wien 2011

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Die räumlichen Grenzen für ein Wohnen im Kleingarten sind vom Gesetz sehr eng und eindeutig definiert: Ein Keller unter Haus und Terrasse darf gegraben werden, die bebaubare Fläche ist maximal 35 m2 bei einer Kubatur von 160 m3. Um ein modernes Wohnen auf beschränktem Raum für eine Familie zu erreichen, werden zwei Häuser auf getrennten Parzellen errichtet. Die wohldurchdachte Maßarbeit beginnt im Garten. Man betritt das Haus im Keller, der Zugang wurde abgegraben und mit einer Mauer gefasst. Lichtgräben und große Öffnungen schaffen ein helles und freundliches Untergeschoss. An der Längsseite sind die von oben belichteten Stiegen angeordnet. Ihre Holzstufen sind einfach zwischen die Mauern eingeschoben und lassen viel Licht durch, von hier betritt man die Räume darüber.

Eine Terrasse trennt baurechtlich beide Volumen, das vordere Haus birgt das Wohnen, im hinteren Haus wird geschlafen. Raumhohe Verglasungen sichern den maximalen, südseitigen Wärmeeintrag, ihre strategische Platzierung erzeugt die notwendigen Blickachsen und schafft die Verbindung mit dem Garten. Ein hoher, nach Norden orientierter Luftraum durchschneidet beide Volumina und erzeugt die notwendige, räumliche Großzügigkeit. Der oberste, komplett in Holz ausgekleidete Raum dient als Arbeitszimmer mit einem sensationellem Blick über Wien. Während andere Kleingartenhäusler versuchen, mit möglichst kleinen Bauelementen der Enge der Erschließungswege ein Schnippchen zu schlagen, werden hier mit dem Kran riesige, vorgefertigte Holzelemente in den Garten verfrachtet.

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PÜNKTCHEN UND ANTON Gutachterverfahren, Graz 2010

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Wie im Roman „Pünktchen und Anton“ von Erich Kästner bewegt sich das Thema Wohnen zwischen zwei Extremen. Zum einen der Traum vom solitären Leben in der Luxusvilla und zum Anderen die Realität der Zinskaserne. Der städtebauliche Ansatz versucht den Traum des solitären Wohnens im Stadtraum in eine gemeinschaftliche Form zu übersetzen. Im Gegensatz zu einer urbanen, dichten Blockbebauung wird eine aufgelockerte Bebauung mit Einzelobjekten vorgeschlagen. Jedes Wohnhaus und sein privater Freiraum bildet eine Insel im halböffentlichen Baufeld. Durch den diffizilen Versatz der Villenbaukörper verdichtet sich der fliesende Raum mehrfach zu hof- und angerförmigen Außenräumen.

Nach Außen bestimmen die ausladenden Balkone als Identitätsträger die Gestaltung der Außenräume. Wie das Auto oder die Frisur sind sie die persönliche Visitenkarte der Bewohner und können nach einem Materialkatalog unterschiedlich gestaltet werden. Zwei vom Erdgeschoss losgelöste, längliche Baukörper positionieren sich an den Rändern als baulicher Lärmschutz. Die Randbebauung besitzt als Kontrast großzügige Loggien und Wintergärten mit Blickachsen in die Landschaft. Ein fast südländisches Wohnen im Freien bestimmt somit den Baukörperentwurf.

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PASSSTÜCK geladenes Gutachterverfahren Thermenhotel, Wildbad 2010

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In einer hochwertigen Kulturlandschaft, von der Natur und viel Wald umgeben liegt die Gesundheitstherme Wildbad in einem engen Talraum knapp an der steirischen Landesgrenze. Der bestehende Thermenkomplex, von den Deutsch-Ordens-Schwestern geleitet, ist an der westlichen Seite an der alten Durchzugsstrasse positioniert und liegt zur Gänze in einem sensiblen Moorbereich. Die warmen Heilquellen waren schon den Kelten und Römern bekannt. Der angrenzende Freiraum mit der Parkanlage und seinen Wander- und Spazierwegen bietet eine besonders hohe Erholungsfunktion.

Der bestehende Thermenkomplex tritt an der Straßenseite als geschlossener Baukörper in Erscheinung, durch seine heterogenen Erweiterungen öffnet er sich zum angrenzenden Freiraum. An dieser städtebaulich wichtigen Grenze verbindet der Neubau des Hotels die alten und neuen Funktionsbereiche. Ähnlich wie in einer Klosteranlage schließt der neue Baukörper die Gesamtanlage, definiert zwei Innenhöfe, verzahnt sich im Erdgeschoß mit den umgebenden Grünräumen und schützt den Altbestand vor der starken Lärmbelastung der angrenzenden Bahnstrecke. Durch die präzise Setzung des Baukörpers entsteht mit kurzen Wegen und Verbindungen ein neues Gesamtes, eine neue Typologie und eine neue Identität.

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ZWISCHEN DEN ZEILEN Gutachterverfahren Wohnbebauung, Hartberg 2009

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Der städtebauliche Ansatz nimmt Bezug auf die Umgebung und übersetzt bestehende Bauvolumen in den Geschosswohnbau. Die Grundstücksteilung erfolgt in Form von Grün- und Bebauungszeilen in süd- westlicher Richtung über die Anbindung zur Straße. Acht in sich differenzierte, villenartige Solitäre positionieren sich in einem grünen Park. Aus der Setzung dreier Baukörpertypologien [Atriumblock, Zeilenblock, Punkthaus] auf dem Grundstück ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten der Packung und Organisation der Wohnungseinheiten. Die Durchgrünung als wesentliches Gebietsmerkmal bleibt dadurch erhalten und wird noch verstärkt.

Die Atrien dienen neben der Erschließungsfunktion als Gemeinschafts- und Kommunikationsraum sowie als Klimapuffer. Die Art der Erschließung sowie die großzügigen Eingangsflächen fördern die sozialen Kontakte innerhalb der Hausgemeinschaft und tragen zur Identitätsstiftung bei. Der Übergang vom öffentlichen Raum zur privaten Wohnung wird durch die Lufträume erlebbar, die Dachverglasungen und die transparenten Erdgeschosszonen schaffen einen hellen und abwechslungsreichen Erschließungsraum.

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ÖKOLOGISCH Wettbewerb Nachrücker Fachschule für Land und Forstwirtschaft, Gröbming 2008

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Ökologisch günstige Schulhäuser sind kompakt, zugleich lässt sich durch einen oberflächenoptimierten Gebäudekörper Energie sparen. Dieser einfache, aber räumlich ansprechende Baukörper erklärt sich zum einen aus der Logik der Ökonomie, zum anderen aus einer durchdachten Tragkonstruktion vorgefertigter Holzelemente, jenem Mittel der Wahl, das kurze Bauzeiten ermöglicht. Ein hoher Vorfertigungsgrad und eine einfache Elementierung sorgen für eine positive Primärenergiebilanz.

Ziel ist die möglichst ressourcenschonende und flächenoptimierte Setzung eines präzisen Baukörpers in die Topografie der bestehenden Baumassen. Kompakte Bauweise und räumliche Nähe der Nutzungseinheiten werden somit zum betrieblichen Potenzial. Gefilterte Blickbeziehungen in die umgebende Landschaft schaffen ein modernes, heiteres und positives Schulambiente. Der Baukörper bietet den Internatsbewohnern herrliche Ausblicke in den östlichen und westlichen Ortsteil und den Schülern auf der Freiterrasse einen gerahmten Blick der westseitigen Berglandschaft.

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DAVID Wettbewerb HTL, Traun 2006

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Im Zentrum der Entwurfsidee steht die Verdichtung der vorgegebenen Funktionen in einen präzisen, kubischen Baukörper. Dieser öffnet sich über zwei großzügige Einschnitte zum umgebenden Quartier. Die Verteilung von Masse und Leerraum vermittelt zwischen den unterschiedlichen Maßstäben der Nachbarschaft und regelt die Unterbringung der verschiedenen Nutzungen im Gebäude. Entlang und im rechten Winkel zu diesen Einschnitten befinden sich die wichtigsten Blickachsen aus dem Gebäude.

Die Schulanlage verteilt sich auf drei Geschosse, alle Klassen sind konsequent nach Osten und Westen ausgerichtet. Grosse Öffnungen zwischen Klassenzimmern und Gängen fördern den visuellen Kontakt. Das Schulgebäude ist wie eine Stadt im Kleinen konzipiert. Die Erschließungswege laufen in belebten Plätzen zusammen, und definieren Nutzungsbereiche, die wie Stadtquartiere in sich ge-schlossen und doch miteinander verbunden sind. Vielschichtige Durch- und Ausblicke in die umgeb-ende Landschaft schaffen ein modernes, heiteres und positives Schulambiente.

GUT BEDACHT geladener Wettbewerb Volksschule, Bad Blumau 2006

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Im Zentrum der Entwurfsidee steht die Verdichtung der vorgegebenen Funktionen in einen präzisen, kubischen Baukörper. Dieser öffnet sich über zwei großzügige Einschnitte zum umgebenden Quartier. Die Verteilung von Masse und Leerraum vermittelt zwischen den unterschiedlichen Maßstäben der Nachbarschaft und regelt die Unterbringung der verschiedenen Nutzungen im Gebäude. Entlang und im rechten Winkel zu diesen Einschnitten befinden sich die wichtigsten Blickachsen aus dem Gebäude.

Die Schulanlage verteilt sich auf drei Geschosse, alle Klassen sind konsequent nach Osten und Westen ausgerichtet. Grosse Öffnungen zwischen Klassenzimmern und Gängen fördern den visuellen Kontakt. Das Schulgebäude ist wie eine Stadt im Kleinen konzipiert. Die Erschließungswege laufen in belebten Plätzen zusammen, und definieren Nutzungsbereiche, die wie Stadtquartiere in sich geschlossen und doch miteinander verbunden sind. Vielschichtige Durch- und Ausblicke in die umgebende Landschaft schaffen ein modernes, heiteres und positives Schulambiente.

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DEM HIMMEL SO NAH Wettbewerb HTBLVA Spengergasse, Wien 2006

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Im Zentrum der Entwurfsidee steht die Verdichtung des vorgegebenen Raumprogramms in einem sechsgeschossigen, sachlich- kubischen Baukörper, der sowohl dem Stadtraum, der Schulorganisation als auch der Projektökonomie dient. Alle Klassenräume sind mit ihrer Längsseite nach Westen orientiert. Die Turnhallen werden zwei Kellergeschosse tief versenkt, der gesamte Baukörper wird drübergeschichtet. Zwei Lichthöfe führen im Inneren zu überraschenden Sichtbezügen zwischen allen Geschossen und nach außen gegen Himmel.

Betritt man den Baukörper über die Aula an der Spengergasse, lenkt der sechsgeschossige Innenraum mit der Kaskadentreppe die Blicke zum Himmel. Die Reduktion auf die Materialfarben und der Kontrast zwischen Holz, Beton und Glas führen zu einer reduzierten aber heiteren Stimmung in der Schule. Die Verkehrsdichte in beiden Strassen wird mit wenigen Ausblicken auf Distanz gehalten, erst bei Erreichen des Dachgeschosses und auf der Dachterrasse erfährt man die Blickbeziehungen zum Altbestand und zur Topografie der Stadt. Ganz oben auf der im Freien liegenden Dachlandschaft mit Blick auf Wien ist man dem Himmel ganz nah.

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SIGFRID zweistufiger Wettbewerb Donausteg, Linz 2005

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Am Beginn steht die Vision des Brückenschlages über die Donau mit einer einfachen, durchscheinenden Linie. Es ist eher die Ahnung, was sein kann als eine konstruktive Vorstellung von den zu überspannenden Dimensionen. Die gerade, horizontale Linie definiert präzise mit dem Museum den städtischen Raum. Jede brachiale Vertikalität wäre eine städtebauliche Provokation. Ein sich am Tage entmaterialisierender, nächtens leuchtender Baukörper erscheint uns die logische Antwort auf den stark besetzten Ort.

An diesem stark besetztem Ort wird eine Lösung vorgeschlagen, die sich, ohne laut zu schreien harmonisch zwischen Lentos und Brucknerhaus einfügt. Trotz formaler Zurückhaltung und Respekt zum kulturellen Umfeld zeigt der Entwurf der Brücke den architektonischen Ausdruck unserer Zeit. Die subtil ausgebildeten Konstruktionselemente, das Spiel mit einer bewussten Maßstabsveränderung durch die Proportionierung der Stäbe und Felder, die optische Minimalisierung und diffuse Transparenz schaffen die maßstäbliche Einbindung in das städtebauliche Umfeld.

PLUG AND PLAY Wohnbauwettbewerb Pauernfeindstrasse, Salzburg 2005

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Auf einem weitgehend ebenen, städtisches Grundstück mit allseitig loser Randbebauung in unterschiedlichen Maßstäben in der Nähe des Hans-Lechner-Parks wird eine klare, städtebaulichen Struktur in Form von Stadtvillen geschaffen. Die vorgeschlagene Bebauung gliedert sich in sechs Villenbaufelder und Freifelder für den ruhenden Verkehr, die Erschließung und die Grünanlagen.

Die Villenbaukörper sind einfache, genormte Volumen zur industriellen Vorfertigung, viergeschossig mit je zehn Wohneinheiten. Der Geschossgrundriss ist ein Dreispänner mit einem mittigen Erschließungskern, die fünf Meter breiten, längsorientierte Wohneinheiten sind als Kleeblatt angeordnet. Sie sind an den Längsseiten beidseitig verglast, in ihrem Inneren durch drei Serviceeinheiten [Küchen- Bad- Schrankeinheit] geteilt. Als Konstruktion wird ein Holzbau mit Stahlbetonkeller, Stahlbetonkern und massivem Erdgeschoss vorgeschlagen. Die industrielle Vorfertigung des Wohnbaues garantiert eine wirtschaftliche Herstellung, die flexible, innere Raumaufteilung gewährt eine maximale Wohnfreiheit.

URBAN PLAYGROUND städtebaulicher Wettbewerb „ehemalige Gendarmerie- Zentralschule“, Mödling 2004

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Die Grundidee des städtebaulichen Ansatzes ist ein dreidimensionales, variables Planungsspiel, ein städtebauliches Programm, welches zeitgemäße Formen kreieren und Antworten auf die Unbestimmtheit und Veränderlichkeit der heutigen Urbanität geben kann. Ausgehend von der Lage des Planungsgebietes am Rand des Wienerwaldes ist die Idee einer Gartenstadt mit Ausblicken in alle Richtungen vorherrschend.

Das Bebauungskonzept ist ein dreidimensionales Spiel mit Wohnvolumen, welche sich auf den Bauflächen nach einer vorgegebenen Spielregel stapeln. Die durch die Bebauung verlorene Landschaft wird nach oben verlegt. Grüne Räume entstehen auf allen Wohnvolumen. Diese freibleibenden Flächen, in jedem Geschoss angeordnet, stehen den Bewohnern als Terrassen oder Gärten für unterschiedliche Bepflanzungen und Aktivitäten zur Verfügung.

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GRÜNE MATRIX städtebaulicher Wettbewerb Frauenfeld, Schwechat 2003

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Der Entwurf benutzt das Bild der „Streifenflure“, die Grundstruktur der landschaftlich genutzten Fläche am Grundstück und in der nächsten Umgebung, als Grundkonzept des städtebaulichen Ansatzes. Ähnlich den Feldern, auf denen verschiedene Nutzpflanzen ausgesät werden, sollen auch die bebauten Felder mit genormten Baukörpern in Form einer dreidimensionalen Matrix „bepflanzt“ werden. Die durch die Bebauung verlorene Landschaft wird nach oben „extrudiert“, wodurch grüne Räume für die Bewohner geschaffen werden. Diese freibleibenden Flächen, die innerhalb der grünen Matrix auf verschiedenen Ebenen angeordnet sind, stehen den Nutzern als Terrassen oder Gärten für unterschiedliche Bepflanzungen und Aktivitäten zur Verfügung.

Wenn sich die Geschwindigkeit des Lebens erhöht, kann der Raum innerhalb des vorgeschlagenen räumlichen Systems zunehmend verdichtet werden. Dies erzeugt eine intensivierte Sequenz von Räumen: vom Öffentlichen zum Privaten, von Unten nach Oben, von der Natur zum Künstlichen, von der Freizeit zur Arbeit …

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GRÜNER HEINRICH Wettbewerb Bezirksgericht, Traun 2003

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Der Neubau des Bezirksgerichts als dreigeschossiger, städtebaulicher Solitär, drei mal geknickt, dem L- förmigen Grundstück über hundert Meter lang folgend. Durch diese Abwinkelung entstehen zum einen unterschiedliche Orientierungen und Raumqualitäten im Gebäudeinneren und zum anderen zwei spannende Außenräume. Der Entwurf unterstreicht das spannungsreiche Feld der Rechtsprechung mit einem ausdrucksstarken, pointiert in der Landschaft platzierten Baukörper.

Der grün schimmernde Baukörper gibt den Instanzen der Rechtssprechung eine dominante, weithin wahrnehmbare Präsenz. Die transluszente Fassade kann, ganz wörtlich, als Kennzeichen für eine unabhängige, selbstbewusste Justiz, die ihrerseits zu absoluter Transparenz verpflichtet ist, gelesen werden.

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MUTH städtebauliches Gutachterverfahren, Wien 2002

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Auf einem freiwerdenden, ehemaligen Bahngelände in unmittelbarer Nähe des Karl- Marx Hofes soll ein neuer Stadtteil entstehen. Das Bebauungskonzept geht von einer klaren Regulierung und Ordnung und einer starken Landschaftsgestaltung aus. Die Bebauung des neuen Geländes erfolgt zweiteilig nach Norden und Süden, entlang der Muthgasse, sowie entlang des Bahngeländes. Der Bahnhof als Identitätsträger soll aufgewertet, Verkehrsanbindungen sollen vereinheitlich und zentralisiert werden.

Ein zweiflügeliges Hochhaus wird zum Mittelpunkt einer selbständigen Stadteinheit. Eingeschossige Wohnriegel in Holzbauweise schweben über der topographisch geformten Landschaft. Der Verkehr fließt ringförmig außen, die geschützten Innenbereiche sind begrünt und nur per Rad oder zu Fuß zu erreichen. Der Eindruck eines großstädtischen Charakters wird beinahe aufgehoben. Die geformte Landschaft dient vor allem dem Erleben von horizontalen und vertikalen Räumen. Ein fließender Verlauf eines Grünteppichs welcher gleichsam in Wellen die städtischen Elemente der Bebauung durchwebt.

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UNTEN, DAZWISCHEN UND GANZ OBEN Wettbewerb Fachhochschule, Feldkirchen iK. 2002

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Aufgabenstellung ist die Planung einer Fachhochschule mit drei Studiengängen für Sozial- und Managementberufe. In die Fachhochschule zu integrieren ist ein Mehrzwecksaal für 600 Personen, der kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen dienen soll. Kommunale Nutzungen wie ein Trauungssaal, Stadtbibliothek und wenn möglich auch kommerzielle Nutzungen sollen ebenfalls in die Planungsaufgabe einbezogen werden.

UNTEN ein Vorplatz und der geforderte Mehrzwecksaal als Baukörpersockel für die darüberliegende, aus zwei langen Baukörpern bestehende Fachhochschule. DAZWISCHEN am Hauptplatz eine Baukörperzäsur in Form eines Einschnittes, welcher sich trichterförmig nach unten aufweitet. Hier beginnt eine öffentliche, städtische Passage über das ganze Grundstück. Auf dieser Fläche entsteht ein neuer, räumlich diffiziler städtischer Freiraum, der zur positiven Freiflächenbilanz des Grundstückes beiträgt. GANZ OBEN, schwebend über Neu und Alt mit dem Blick über die Dächer des historischen Zentrums und die „Unterstadt“ gibt sich ein Hochzeitspaar ganz in Weiß das Jawort.

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PLATZ SCHAFFEN Wettbewerb Nachrücker Htbla und Hbla, Braunau 2001

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Um- und Neubau eines bestehenden, dreißig Jahre alten Schulzentrums am südlichen Stadtrand von Braunau. Das Grundstück ist äußerst dicht bebaut, rund um sind Felder und diverse, heterogene Randbebauungen. Aufgabenstellung ist das bestehende Schulzentrum um vierzehn Klassen, Sonderunterrichtsräume und Nebenräume zu erweitern.

Die vorgeschlagenen Aufstockungen für HTBLA und HBLA erfolgten in Leichtbauweise, um die erforderlichen Verstärkungsmaßnahmen der bestehenden Bausubstanz zu minimieren bzw. zu vermeiden. Als Herzstück des Projektes ein städtischer Freiraum zwischen den bestehenden und neu geschaffenen Baukörpern, ein neuer Schulplatz. Er ist die städtebauliche Lösung als Antwort auf ein hochverdichtetes, heterogen verbautes Grundstück, er ist Verteiler, Pausen- und Veranstaltungsfläche. Mit Ausblick auf die Stadt am Dach der HTBLA zwei große Pausenhofe als Ort der Kommunikation.

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DIE ANDERE NATUR zweistufiger Wettbewerb 4.Preis, Sonderschule Schwechat 2001

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Ein Grundstück an einer stark befahrenen Straße, im Norden ein dicht bewachsener Park. Die Reaktion ist ein Schulneubau als Solitär an der parkseitigen, nördlichen Grundstücksgrenze mit dem Turnsaalvolumen südlich davor. Die beiden geometrischen Körper sind unterirdisch miteinander verbunden und bilden an der Oberfläche ein urbanes Ensemble, welches einen als Pausenhof tauglichen Vorplatz umschließt.

Bei diesem Konzept kommt ein nicht unbedeutender Teil der Energie für die Schule aus der Natur. Im Innenbereich an der Südseite eine mediterrane Pflanzenwand über alle Geschosse als Gegenpol zum nordseitigen Park. Diese Klimazone mit ihren lebenden Materialien trägt die grundlegende Idee des Verhältnisses von Architektur und Zeit in Form von wachsen, blühen und verwelken in sich. Die Pflanzenwand ist eine Erlebniswelt für Schüler und Lehrer, gleichzeitig Schall- Emissions- und Klimapuffer, ein exotischer, vertikaler Garten. Vor den Klassen entwickelt sich eine Landschaft aus dem Mittelmeerraum mit blühenden Pflanzen und duftendem Jasmin.

EASY LIVING zweistufiger Wettbewerb 1.Preis, Holzwohnbau St. Ulrich 2000

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Der Bauplatz der Wohnbebauung befindet sich in ländlicher Umgebung zwischen loser, kleinmaßstäblicher Einfamilienhausbebauung in einem nach allen Himmelsrichtungen offenen Talkessel. Die gestalterische Reaktion auf die Vorgaben des Ortes war das Schaffen einer klaren, kleinmaßstäblichen städtebaulichen Struktur, und zwar eine nord- süd orientierte Bebauung mit hoher Durchlässigkeit in alle Himmelsrichtungen.

Bei diesem Bauvorhaben handelt es sich um ein vom Bundesland Kärnten gefördertes Wohnbauprojekt in Holzriegelbauweise mit zwölf dreigeschossigen Häusern mit jeweils drei Wohneinheiten, wobei jedes Haus der Wohnbebauung auf einem eigenen Grünfeld sitzt. Die Erdgeschosswohnungen verfügen über Eigengärten, die Wohnungen im Obergeschoss sind mit vorgelagerten, südseitigen Balkonen ausgestattet, Dachterrassen bringen das Grün in die 3.Dimension. Das Projekt versucht die Qualitäten einer Einfamilienhausbebauung mit den Vorteilen des Geschosswohnbaues in einer Synthese zusammenzuführen.

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ZWISCHEN DEN APFELBÄUMEN Wettbewerb Volksschule, St. Ruprecht ad. Raab 1999

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Ein Apfelgarten am Ortsende als Bauplatz in einer frei auslaufenden Landschaft, ebenes Gelände. Die unklar strukturierte Baumasse der bestehenden Hauptschule mit geringem Landschaftsbezug und fragwürdiger Gestaltung. Anschließend nur mehr Obstgärten und Felder. Einbettung eines niederen Baukörpers mit klarer Geometrie in die Landschaft, dem kindlichen Maßstab gerecht. Das bewusste Abrücken von einer bestehenden Hauptschule, klare baukörperliche sowie formale Trennung der beiden Schulen und eine gestaltete Platzfläche als verbindendes Element. Die Baumasse als einfaches, überschaubares Volumen.

Im ebenerdigen Baukörper sind die Klassentrakte zweihüftig angeordnet, dazwischen liegen die Garderoben und Gangflächen und mittig die Dreifachturnhalle. Im Obergeschoß befindet sich der Verwaltungsriegel über der Eingangsachse. Da alle Unterrichtsräume im Erdgeschoss liegen, bietet sich den Nutzern ein maximaler Außenraum- und intensiver Landschaftsbezug durch die Einbeziehung des Apfelgartens.

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NO BLIND ZONE Wettbewerb 2.Preis, Wohnbau für die Stadtgemeinde Wien 1998

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Das Bebauungskonzept sieht vierzig Hofhäuser vor, südorientiert, und eine Maximierung der Privatzonen. Die Stellplätze liegen am Grundstücksrand, dadurch entsteht eine verkehrsfreie Wohnzone mit erhöhter Wohnqualität. Durch die Schaffung durchgehender Hofsituationen mit differenzierten Belichtungsqualitäten erfolgt eine rigide Abfolge Gebäude- Hof- Gebäude. Infolge dieser Zonierung in Quer- und Längsbebauung entstehen Außenraumvernetzungen mit den angrenzenden Grünzonen. Als Haustypologie ist das Ziel eine klare innere Funktion, ein hoher Wohnwert, und eine große innere Flexibilität des Grundrisses.

Jede Familie bekommt ihr eigenes Haus. Die Häuser weisen keine Unterkellerung auf, der Einlagerungsraum liegt im Erdgeschoss. Dem Wohnbereich ist südorientiert ein Wohnhof vorgelagert, der durch eine dichtbewachsene Nachbarsgrünwand abgeschlossen ist. Durch die Wärmeabstrahlung der benachbarten Speichermasse entsteht ein spezifischen Hofklima.

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SERFAUS Wettbewerb Wohnbau für den höchsten Ort Österreichs 1998

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Bauen im alpinen Raum war immer Ausdruck einer regionalen Lebenstradition. Existenzielle Notwendigkeiten, gesellschaftliches Verhalten, klimatische Bedingungen, technische Möglichkeiten werden am Gebauten sichtbar. Bei dieser Wohnbebauung im Hochgebirge wurde beschlossen, die Landschaft zu achten, sie nicht zu zerstören, sondern sie zu überformen. Drei Bauetappen mit 26 verdichteten Einfamilienhäusern überformen das Gelände und sind nach Osten orientiert. Jede Bauetappe hat entlang der Strasse im Berg eine Tiefgarage für die Bewohner und Besucher.

Folgender Entwurfsansatz zur Hauskonzeption wurde getroffen : Eine langgestreckte, tiefere Bebauung, die sich teilweise in den Berg hineingräbt, als Schlafgeschoss der Hauptwohnung mit Blick auf den Garten. Das Erdgeschoss als Wohn- und Erschließungsebene mit einer kleinen Terrasse und darüber der massive graue Block, von oben belichtet, mit einer kleinen Einliegerwohnung. Es entstanden Häuser wie eine Lawinenverbauung. Nicht in den Berg, sondern sich stark gegen den Berg stellend.

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DIE TANZENDEN VITRINEN Hauptplatzgestaltung Wettbewerb 1.Preis, Feldkirchen iK. 1998

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Wir leben in einer Epoche der Hypermedien, wo Image und Stil sich von der Vergangenheit lösen. Gläserne Vitrinen werden hydraulisch aus dem Boden gefahren, sie übernehmen alle Funktionen der Platzmöblierung. Sie sind Beleuchtungskörper, Patzbegrenzung, Poller und Werbefläche zugleich. Der Verkehr wird vom Platz verbannt, die Zulieferung erfolgt morgens an den Längsseiten.

Menschen beleben den Platz rund um die Uhr, die Kastanienbäume spenden Schatten. In der Nacht leuchten die Tänzer und präsentieren die Stadt und sich selbst in einem märchenhaften Licht. Die von den Bürgern gewählten Repräsentanten sind nicht nur verantwortlich für das Erbe der Vergangenheit, sondern vielmehr für das Erbe der Zukunft.

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OTAKU Wettbewerb einer Fertighausfirma Preisträger, Graz 1996

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Ein „wachsendes“ Haus in Leichtbauweise mit einem klaren räumliches Konzept – geprägt von einem vertikalen Kern – ist sowohl für das Einzelhaus, das Doppelhaus wie auch für die städtebauliche Organisation, sprich Reihung bestimmend.

Das System beginnt mit einem zweigeschossigen Kubus, unterkellert in Holzelementbauweise. Im Erdgeschoss befinden sich der Eingang und das Stiegenhaus, WC mit Vorraum, eine offene Küche und der Wohnraum, darüber das Badezimmer und ein Schlafraum mit Blick auf die Sterne. Von diesem Kern ausgehend entwickelt sich das Haus schrittweise um einen individuellen Hofbereich. Zwei Kinderzimmer mit Nassräumen und ein Arbeitsraum als auch eine Einliegerwohnung können dem Basiskubus zugeschaltet werden. Unterschiedliche Hausgrößen für verschiedene familiäre Situationen werden somit geschaffen. Ein südseitiger Garten, von den Nachbarn nicht einsehbar, steigert den Nutzwert des Systemhauses.

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ORWELL Wohn- und Arbeitsstruktur, Los Angeles 1993

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Es wird immer deutlicher, dass in naher Zukunft nicht mehr in Fabriken oder Büros gearbeitet wird, sondern an Computerterminals, miteinander vernetzt, die vermutlich in den Wohnräumen der Benutzer stehen werden. Die Trennung von Arbeiten, Lernen und Freizeit muss neu überdacht werden. Die städtischen „Wastelands“ im dichtverbauten Gebiet müssen einer Nutzung zugeführt werden, es fehlt an „billigen“ Räumen.

Eine Längsstruktur, die es dem Benutzer erlaubt sich freizügig innen und außen zu bewegen, sodass diese freie und ständig wechselnde Bewegung ein Ausdruck der Architektur wird. Im Norden bestimmt die Fassade mit den Versorgungseinrichtungen den Baukörper. An diese Seite können variabel zu jeder Raumeinheit maximal vier Raumcontainer zugeklinkt werden. In Querrichtung der Struktur die primären Erschließungsflächen und Zugänge zu den Raumeinheiten. Im Süden die jeweils zweigeschossigen, verglasten Primäreinheiten mit vorgeschalteten Terrassen. Um die nötige Flexibilität der Struktur zu erreichen wurde ein Skelettbau in Stahlverbundweise gewählt.

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