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NO Entwurf eines Einfamilienhauses, Wien 2015

NO200

Ein schmaler und zugleich langgezogener Monolith liegt in einer schmalen Gasse eingebettet zwischen satteldachgedeckten, meist verputzten kleinfenstrigen Bürgerburgen der Nachkriegszeit. Seine Dachform macht die in die Höhe strebenden Raumabfolgen ablesbar, über ein grosses, quadratisches Fenster gewährt er einen kurzen Einblick in die räumliche Organisation. Durch das Anbauen der Garage im Eingangsgeschoss wird die gekuppelte Bauweise der Bebauungsbestimmungen erfüllt. Durch das bewusste Abrücken des restlichen Baukörpervolumens vom Nachbarn entsteht ein zweiseitig offenes, windgeschütztes Atrium mit südwestlicher Besonnung. Erhöht über dem Strassenniveau liegt hier angeschlossen, uneinsehbar und allen neugierigen Blicken entzogen auf mehreren Niveaus die Wohnebene des Hauses.

Erschlossen wird der Baukörper über die Garagenebene mit Garderobe und Nebenräumen. Ein halbes Geschoss höher im Hang erreicht man gartenseitig das zweigeschossige Wohnzimmer. Hier wendet der Treppenlauf, begleitet von einer grosszügigen Verglasung erreicht man Küche und Esszimmer, dem Atrium zugeordnet. Die Blicke schweifen durch das räumlich komplexe, langgezogene Gehäuse und enden in der dritten Dimension. Simple Richtungsänderungen machen die Erschliessung über zwei weitere Ebenen bis unter das Dach zu einer räumlichen Exkursion, dienende Möbeleinbauten ordnen die Grundrisse, Licht, Schatten und das unbestimmte Dazwischen modellieren das Gehäuse.

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