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PÜNKTCHEN UND ANTON Gutachterverfahren, Graz 2010

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Wie im Roman „Pünktchen und Anton“ von Erich Kästner bewegt sich das Thema Wohnen zwischen zwei Extremen. Zum einen der Traum vom solitären Leben in der Luxusvilla und zum Anderen die Realität der Zinskaserne. Der städtebauliche Ansatz versucht den Traum des solitären Wohnens im Stadtraum in eine gemeinschaftliche Form zu übersetzen. Im Gegensatz zu einer urbanen, dichten Blockbebauung wird eine aufgelockerte Bebauung mit Einzelobjekten vorgeschlagen. Jedes Wohnhaus und sein privater Freiraum bildet eine Insel im halböffentlichen Baufeld. Durch den diffizilen Versatz der Villenbaukörper verdichtet sich der fliesende Raum mehrfach zu hof- und angerförmigen Außenräumen.

Nach Außen bestimmen die ausladenden Balkone als Identitätsträger die Gestaltung der Außenräume. Wie das Auto oder die Frisur sind sie die persönliche Visitenkarte der Bewohner und können nach einem Materialkatalog unterschiedlich gestaltet werden. Zwei vom Erdgeschoss losgelöste, längliche Baukörper positionieren sich an den Rändern als baulicher Lärmschutz. Die Randbebauung besitzt als Kontrast großzügige Loggien und Wintergärten mit Blickachsen in die Landschaft. Ein fast südländisches Wohnen im Freien bestimmt somit den Baukörperentwurf.

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