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ROCKER Entwurf eines Passivhauses, Wien 2013

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Die Vorgaben der Bebauungsbestimmungen am Grundstück und der Wunsch nach einer möglichst barrierefreien Struktur führen zu einer elementaren Geste, welche in ihrer Einfachheit alle Wünsche vereint. Die kraftvolle Neutralität des Baukörpers – lang, schmal und vom Boden abgehoben – ist eine starke, elementare Antwort auf die Heterogenität der Nachbarbebauungen. Die neue, bewohnbare Hülle mit konstanter Höhe teilt den Garten in komplexe Raumbereiche und schafft zusätzlich einen stimmungsvollen Außenraum. Die Baukörpereinschnitte verbinden Außen- und Innenraum, Öffnungen zerschneiden die langen Fassaden an strategischen Punkten. Sie rahmen die Landschaft und erlauben den gezielten Lichteinfall. Die räumlichen Funktionen verbinden sich mit dem Garten, geplante Beziehungen existieren zwischen den Volumen, Einschnitten und Terrassen.

Das Wohngehäuse ist klar und doch räumlich komplex organisiert. Raumhohe, begehbare Möbelstücke bergen alle Güter und trennen die einzelnen Funktionsbereiche. Im Herz des Hauses durchschneidet ein nach Nordost orientierter Luftraum den langen Baukörper und erzeugt die räumliche Großzügigkeit in die dritte Dimension. Diese Schnittstelle teilt das Haus in fünf Richtungen. Entlang der zweigeschossigen Bibliothekswand mit einer Sitznische und zenitalem Lichteinfall befinden sich die privaten Zonen des Hauses, auf der anderen Seite die Öffentlichen. Die Einschnitte an beiden Seiten schaffen großzügige Außenräume. Im angeschlossenen Kaminzimmer geht es über eine „Barragan Treppe“ in die Höhe. Als Zelle für sich befindet sich am Dach der Struktur ein kleiner Arbeitsraum mit Ausblick in die Nachbarschaft.

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