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SIGFRID zweistufiger Wettbewerb Donausteg, Linz 2005

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Am Beginn steht die Vision des Brückenschlages über die Donau mit einer einfachen, durchscheinenden Linie. Es ist eher die Ahnung, was sein kann als eine konstruktive Vorstellung von den zu überspannenden Dimensionen. Die gerade, horizontale Linie definiert präzise mit dem Museum den städtischen Raum. Jede brachiale Vertikalität wäre eine städtebauliche Provokation. Ein sich am Tage entmaterialisierender, nächtens leuchtender Baukörper erscheint uns die logische Antwort auf den stark besetzten Ort.

An diesem stark besetztem Ort wird eine Lösung vorgeschlagen, die sich, ohne laut zu schreien harmonisch zwischen Lentos und Brucknerhaus einfügt. Trotz formaler Zurückhaltung und Respekt zum kulturellen Umfeld zeigt der Entwurf der Brücke den architektonischen Ausdruck unserer Zeit. Die subtil ausgebildeten Konstruktionselemente, das Spiel mit einer bewussten Maßstabsveränderung durch die Proportionierung der Stäbe und Felder, die optische Minimalisierung und diffuse Transparenz schaffen die maßstäbliche Einbindung in das städtebauliche Umfeld.

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